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Stevens und Büskens übernehmen: Schalke trennt sich von Trainer Domenico Tedesco

Stephan Rathgeber 14. März 2019 10:18

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    Huub Stevens.

GELSENKIRCHEN Nach anhaltender sportlicher Talfahrt muss der in der vergangenen Saison gefeierte Trainer gehen. Das 0:7 bei Manchester City war zuviel. Erst einmal soll Schalke-Legende Huub Stevens helfen.

Noch in der vergangenen Saison galt er als Versprechen für die Zukunft. Doch von der hohen Wertschätzung für Domenico Tedesco ist beim FC Schalke 04 nichts mehr geblieben. Gut eineinhalb Jahre nach seinem Amtsantritt beim Revierclub ist das erste Bundesliga-Abenteuer des 33 Jahre alten Fußball-Lehrers beendet.

Fünf Pflichtspiel-Niederlagen mit der 0:7-Schmach in der Champions League bei Manchester City als negativem Höhepunkt kosteten den eigentlich vertraglich bis 2022 gebundenen einstigen Schalker Hoffnungsträger den Job. Das Aus für Tedesco teilte der Tabellen-14. am Donnerstagabend mit.

Gegen Leipzig soll nun erstmal eine Zwischenlösung mit Ex-Trainer Huub Stevens als Chefcoach, der dem Aufsichtsrat des Vereins angehört, und dem ehemaligen Profi Mike Büskens als Assistent greifen.

Stevens hatte die Schalker 1997 zum UEFA-Pokalsieg geführt

«Wir haben uns diese Entscheidung alles andere als leicht gemacht, denn Domenico Tedesco genießt eine große Wertschätzung auf Schalke. Allerdings dürfen wir nicht verkennen, dass die Entwicklung in dieser Saison unter dem Strich negativ ist», sagte Sportvorstand Jochen Schneider. «Nach reiflicher Überlegung« sei man «zu der Erkenntnis gekommen», dass eine Trendwende «in der aktuellen personellen Konstellation nicht mehr möglich ist».

Nun muss noch einmal Stevens einspringen. Der Niederländer hatte die Schalker 1997 zum UEFA-Pokalsieg sowie 2001 und 2002 zum DFB-Pokal-Triumph geführt. Von den Schalker Fans ist er zum Jahrhunderttrainer gewählt worden. Außerdem hilft Büskens aus. Der Ex-Spieler sprang schon einmal als Interimscoach ein, steht derzeit aber als Co-Trainer der U15-Nationalmannschaft beim DFB unter Vertrag. In der Länderspielpause soll dem Vernehmen ein neuer Trainer präsentiert werden, der die total verunsicherte Mannschaft auf das nächste und richtungweisende Auswärtsspiel am 31. März bei Hannover 96 vorbereitet.

Mit der Trennung von Tedesco beginnt endgültig ein neues königsblaues Kapitel. Schließlich hatte nach dem Rückzug von Ex-Sportvorstand Christian Heidel und der Verpflichtung von Schneider als dessen Nachfolger bereits die Erneuerung begonnen. Nach der höchsten Niederlage einer deutschen Vereinsmannschaft in der Königsklasse hatte Schneider dem Trainer bereits nicht mehr das Vertrauen ausgesprochen. Dazu kommt die immer größer werdende Angst vor einem möglichen Bundesliga-Abstieg.

«Wir können nach dem Spiel nicht zur Tagesordnung übergehen. Es ist natürlich nicht nur isoliert das eine Spiel», hatte Schneider vor der Rückkehr des Teams am Mittwoch erklärt und damit das Unausweichliche angedeutet.

Verpflichtung von Tedesco galt als Wagnis

Nach dem Absturz auf Platz 14 der Bundesliga mit nur 23 Punkten nach 25 Spieltagen und dem krachenden Achtelfinal-Aus am Dienstag war Tedesco nicht mehr zu halten, auch wenn die Clubführung dem beliebten und kompetenten Coach ursprünglich noch das Bundesliga-Heimspiel gegen Leizig am Samstag (15.30 Uhr/Sky) einräumen wollte. Nun muss sich Schneider nicht nur auf die Suche nach einem neuen Sportdirektor und einem Technischen Direktor machen, sondern auch einen neuen Cheftrainer verpflichten.

Die Verpflichtung von Tedesco galt als Wagnis. Schließlich mangelte es dem Coach, der den Fußball-Lehrerlehrgang einst als Jahrgangsbester mit der Gesamtnote 1,0 abgeschlossen hatte, an Bundesliga-Erfahrung. Doch ähnlich wie bei seiner ersten Trainerstation beim Zweitligisten Erzgebirge Aue, den er im März 2017 als Tabellenletzter übernahm und vor dem Abstieg bewahrte, überzeugte Tedesco auch auf Schalke. Zur Verwunderung der Fachwelt verhalf der Nachfolger von Markus Weinzierl dem Revierclub in der vergangenen Saison auf Rang zwei.

Doch schon zu Beginn seiner zweiten Spielzeit lernte der Deutsch-Italiener die Kehrseite seines Jobs kennen. Als einziges Bundesliga-Team blieben die Königsblauen in den ersten fünf Spielen ohne Punktgewinn. Von diesem Fehlstart sollte sich seine Mannschaft trotz eines kurzfristigen Zwischenhochs nicht mehr richtig erholen. (dpa)

 

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Kommentare

Tedesco
von Tullu am 14.03.19 11:58 Uhr

Die Mannschaft ist versaut, nicht der "Trainer". Es ist nur nicht möglich, die Spieler
rauszuschmeißen. Das wird zu teuer.

So, so!
von Pfiffikus am 14.03.19 13:04 Uhr

Den Rivalen da unten im Tabellenkeller wird diese Nachricht freuen.
Ohne Konzept, ohne Offensivdrang und ohne taktische Cleverness:
Wer außer dem Trainer ist dafür verantwortlich ?!
Das geht schon seit einem Jahr so.

???
von paladin_bumblebee1202 am 14.03.19 16:13 Uhr

als bvb fan sag ich nur es liegt an den spielern. tedesco is ein guter. unf wer hat die spieler eingekauft, oder wollte der trainer die spieler ?

Traurig !
von JanLan am 14.03.19 21:31 Uhr

So schnell wird man vom gefeierten Helden, zu einem Sündenbock! Tedesco hat alles gegeben was er hatte für den Verein , er hat Schalke gelebt. Wenn Schalke das mal nicht bereuen wird. Glück auf, Domenico !

Was eine Heuchlerei
von reni am 14.03.19 21:44 Uhr

Wer ist denn für Taktik, Einstellung, Verbesserung der Spieler usw zuständig? Dieser Typ hat sich doch selber sein Grab gegraben. Identifikationspersonen wie Höwedes,Naldo und Fährmann auf unterirdische Art und Weise in die Wüste geschickt und dann noch einen destruktiven Fußball zu zelebrieren, dass einem über Jahre übel wird. Aber wie immer: wenn die größte Graupe seit Menschengedenken zurecht in die Wüste geschickt wird, steht das emotionale über alles.

🙄
von JanLan am 16.03.19 03:16 Uhr

Naldo ,höwedes und Fährmann .. es war Zeit diese auszutauschen, nur keiner hat Sich getraut ..!die größte Graupe seit Menschengedenken ??'! Das kann nur aus dem munde einer noch größeren Graupe kommen !!!

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