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Kampfbahn im Katzenbusch: Rudi Assauer bekommt in Herten doch einen Ort des Gedenkens

Carola Wagner 11. Juni 2019 18:10

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    Auf der Zuschauertribüne des Hertener Ratssaales verfolgten 2017 unter vielen anderen Interessierten Bettina Michel (l.) und Karin Assauer (M.) die Abstimmung über Rudi Assauers Ehrenbürgerschaft.

HERTEN Unmittelbar nach dem Tod Rudi Assauers am 6. Februar 2019 war in Herten eine Diskussion um die Benennung einer Straße nach dem früheren Schalke-Manager entbrannt. Tochter Bettina Michel hat sich jetzt dazu geäußert.

Update Mittwoch, 12. Juni, 15 Uhr

 

DJK Spielvereinigung Herten hat Pläne

 

Auch wenn es keine Straße im öffentlichen Verkehrsraum wird: Der Name Rudi Assauer wird in Herten dennoch verewigt – und zwar auf dem Gelände der Katzenbusch-Kampfbahn. In welcher Form, das verrät Werner Wisotzki, Vorsitzender der DJK Spielvereinigung Herten, noch nicht. „Es ist in meinem Kopf“, sagt er. Die Familie Assauer sei involviert, man spreche sich ab. „Die Politik soll sich da raushalten“, sagt Wisotzki.



Update: Mittwoch, 12. Juni, 12.30 Uhr
 

Rudi-Assauer-Platz auf Schalke

Jetzt steht fest, dass der Platz vor der Arena „Auf Schalke“ in Gelsenkirchen künftig Rudi-Assauer-Platz heißen wird. Sowohl der Verein als auch die Familie des Idols wünschen sich das, und die zuständige Bezirksvertretung Ost nebst Bezirksbürgermeister Wilfried Heidl (SPD) stimmte kürzlich unisono dafür. Wo heute der Herbert-Burdenski-Weg an der Arena vorbeiführt, wird bald an den prominenten Schalker Manager und Arena-Erbauer erinnert, der für viele ein Idol war.
 
Unser ursprünglicher Bericht von Dienstag, 11. Juni:

Sie lehnt die Straßen-Benennung vehement ab. Der Vorschlag sei eine Frechheit. Auf eine „Ehrung dritter Klasse“ lege die Familie keinen Wert und sei nach der Schmach der 2017 durch den Rat der Stadt verwehrten Ehrenbürgerschaft auch nicht an einer Versöhnung interessiert. Michel erklärt: „Mein Vater hätte auf ihre Wiedergutmachung gepfiffen!“

Ehrenbürgerschaft verweigert

Bürgermeister Fred Toplak hatte im Oktober 2017 vorgeschlagen, Rudi Assauer zum Ehrenbürger zu ernennen. Es ist die höchste Auszeichnung, die eine Stadt zu vergeben hat. Sie wird herausragenden Persönlichkeiten und Prominenten zuteil. Einziger lebender Ehrenbürger Hertens ist der ehemalige Bürgermeister Willi Wessel.
Auf Wunsch der SPD-Fraktion wurde im Rat geheim darüber abgestimmt. Die notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit kam nicht zustande. 21 Ratsmitglieder stimmten dagegen – so viele, wie für die SPD im Rat sitzen. Die CDU und andere Parteien standen Toplaks Vorschlag aufgeschlossen gegenüber, während die SPD Bedenken geäußert hatte. Für Assauers Familie und viele Fans war das Ergebnis sehr enttäuschend.

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Kommentare

Lächerlich....
von michaelherten am 11.06.19 19:11 Uhr

Selbst auf eine ehrung vierter klasse hätte dieser mann keinen anspruch...ich wüsste keinen grund warum er hätte ehrenbürger,bzw eine strasse nach ihm benannt werden sollen...lächerliche diskussion..mein ernst...gruss euer micha aus süd

Respekt
von Aresto am 11.06.19 19:55 Uhr

für die Einstellung und Haltung von Frau Michel. Auf eine solche Ehrung kann man nach den vorausgegangenen Beschlüssen und Diskussionen gut verzichten.

Genau genommen
von Guten-Tag am 11.06.19 20:25 Uhr

hätte Rudi Assauer von der Ehrenbürgerschaft genauso wenig gehabt wie von der Benennung einer Straße.
Bedeutung können solche Aktionen nur für die Angehörigen haben.
Dass die Familie keine Straßenbenennung wünscht, ist zu respektieren.
Aber jetzt wieder nachzutreten und zu behaupten, Herr Assauer hätte die Ehrenbürgerschaft verdient gehabt, ist in meinen Augen Missbrauch einer verdienten (wenn auch nicht um Herten) Persönlichkeit. Es gab diese Diskussion, es gab eine Abstimmung und es gab ein Ergebnis, und auch das ist zu respektieren.

Wenn
von Grundguetiger am 12.06.19 08:32 Uhr

Veltins in ehren würde,den Rudi Assauer, tät passen. Vielleicht auch noch die Zigarrenindustrie. Beiden hat er treu gedient.
Oder wir verständigen uns darauf, das jeder Fußballtrainer mit durchwachsener Karriere in Zukunft ein Anrecht auf Straßennamen hat.

Posting wurde gesperrt
von Hfs am 12.06.19 09:07 Uhr

Das Posting verstößt gegen unsere Netiquette und wurde daher gesperrt.

Keine Eier
von Hfs am 12.06.19 09:22 Uhr

Eine Schande!

Wieviel
von warsager am 12.06.19 11:29 Uhr

Veltins hatten Sie eigentlich intus, beim verfassen ihres Postings ??? Und zuviel schlechtes Kraut haben Sie wohl auch geraucht ?!?

Assauer
von BueVest am 12.06.19 16:34 Uhr

Lieber Rudi, rede mit dem lieben Gott, dass er Hirn vom Himmel fallen lässt und allen etwas ab gibt.

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